Eine Seetjalk erwacht zu neuem Leben

Was eigentlich ist eine "Tjalk" (gesprochen "Tschalk")?

Das ist ein besonders flachgehendes Holzschiff, wie es früher in den Küstengewässern an der Nordseeküste sehr viel verwendet wurde. Mit diesen robusten Holzschiffen konnte man in den durch die Gezeiten oft sehr seichten Gewässern rund um die Küstengebiete Ostfrieslands sehr gut manövrieren. Eine Tjalk ist also ein, für diese Region ausgesprochen typisches Segelschiff.

Initiiert, projektiert und konstruiert vom „Arbeitskreis für historischen Schiffbau in Ostfriesland e.V.“, realisiert durch die „Werkstatt für arbeitslose Jugendliche des Ev.-luth. Kirchenkreises Emden“ und geprüft und überwacht vom Germanischen Lloyd in Hamburg, entsteht z. Zt. Auf einem ca. 1500 qm großen Gelände am Binnenhafen, unweit des Stadtzentrums, der originale Nachbau einer Seetjalk, eines Schiffes des frühen 19. Jahrhunderts.

Fachkundig begleitet wird der Bau durch die Gebrüder Jan und Gerd Bültjer, Besitzer der gleichnamigen renommierten Werft in Ditzum, die seit mehr als hundert Jahren Holzschiffbau betreibt.

Dabei sollen unter anderem engagierte Jugendliche in den traditionellen Handwerksberufen, vor allem der Holz- und Metallbe- und Verarbeitung ausgebildet und dem Arbeitsmarkt als Fachleute zur Verfügung gestellt werden.

Das derzeitige Seetjalk-Projekt wird finanziell von der Arbeitsverwaltung durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, dem Land Niedersachsen und der Stadt Emden sowie einigen Sponsoren der heimischen Wirtschaft gestützt.

Der Arbeitskreis ist bemüht, weitere Sponsoren für dieses Vorhaben zu gewinnen.

Die Mitarbeiter des Arbeitskreises sind alle ehrenamtlich tätig.